Antonin Dvorak: Sinfonie Nr.7

"Jeder Böhme ist ein Musikant!" - so ein Sprichwort. 

Auf Antonin Dvorak trifft dies schon mal zu. Als er vor knapp 140 Jahren die ersten Skizzen zu seiner 7. Sinfonie zu Papier bringt, will er "dass sie die Welt in Bewegung setzt". Und es gelingt ihm! Der leidenschaftliche Charakter der Sinfonie und das "Musikantische", das Dvoraks Musik so unverwechselbar macht, lassen diese Sinfonie bei ihrer Uraufführung in London zu einem sensationellen Erfolg werden. Antonin Dvorak steht selbst als Dirigent am Pult.  In Deutschland wird die Sinfonie unter dem Dirigat von Hans von Bülow bekannt. Voller Dank klebt Dvorak eine Fotografie Bülows auf die Titelseite der Partitur und schreibt darunter: "Sie waren es, der das Werk zum Leben erweckte!" 

Dvoraks Wirken war von Anfang an international. London, New York, Leipzig, Wien - seine Musik war überall erfolgreich. Trotzdem blieb er bescheiden. Auf einen schmeichelnden Brief eines Verehrers antwortet er: "Ich bin ein ganz einfacher, tschechischer Musiker. Und obwohl ich mich in der großen Welt der Musik zur Genüge bewegt habe, bleibe ich doch das, was ich war - ein einfacher böhmischer Musikant."  

 

An diesem Abend steht Chefdirigent Nabil Shehata am Pult und interpretiert dieses leidenschaftlich anrührende Werk Dvoraks im 2. Sinfoniekonzert der Philharmonie Südwestfalen.